Rechtsschutzversicherung übernimmt Kosten für Gerichtsverfahren

Kommt es zu einem Rechtsstreit, der vor Gericht endet, kann das hohe Gerichtskosten mit sich bringen. Die Rechtsschutzversicherung übernimmt dabei je nach Tarif die anfallenden Kosten. Diese Versicherungsart ist freiwillig. Allerdings kann sie im Fall eines Falles sehr bedeutsam sein. Ein Gerichtsverfahren kann schnell das private Budget sprengen. Hierzulande sind ca. Zweifünftel der Bundesbürger Besitzer einer solchen Versicherungspolice. Manche Versicherer bieten den Rechtsschutz bereits ab Hundert Euro jährlich an. Ein Rechtsschutzversicherung Vergleich lohnt sich in jedem Fall und ist zudem kostenlos. Dafür sind einige Angaben notwendig, die den Bereich abdecken, der geschützt werden soll. Hierbei können individuelle Bausteine zusammengesetzt werden.

Sein Recht vor Gericht zu erkämpfen kann mithilfe einer Rechtsschutzversicherung deutlich leichter fallen. Denn das Honorar für den Rechtsanwalt und die Prozesskosten kann ein riesiges Defizit in die Haushaltskasse verursachen. Eine rechtliche Auseinandersetzung kann ganz unverhofft eintreten und die Beratung eines Anwaltes erfordern. Sollte die Rechtsstreitigkeit vor Gericht enden, entstehen weitere Kosten. Wer eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hat, ist dann auf der sicheren Seite.

Welche Leistungen beinhaltet eine Rechtsschutzversicherung?

Grundsätzlich sind alle anfallenden Kosten für einen Rechtsanwalt, Gerichtsvollzieher, Gutachter oder Prozess über die Rechtsschutzversicherung abgedeckt. Der Kunde kann die Leistungen individuell als Bausteine zusammenstellen. Dabei steht der private Rechtsschutz an oberster Stelle. Hierzu werden alle Rechtsfälle wie Standes- und Strafrechtsschutz oder Ordnungswidrigkeiten zusammengefasst. Eine weitere Ergänzung kann der Arbeitsschutz sein. Diese Versicherungsart kann nur in Kombination mit der Rechtsschutzversicherung abgeschlossen werden. Hier geht es rund um das Arbeitsverhältnis. Wer zusätzlich einen Verkehrsschutz abschließt, ist bei allen Fragen zum Verkehrsrecht abgesichert. Außerdem bieten die Versicherungsunternehmen einen Mietrechtsschutz beziehungsweise Viermieterrechtsschutz an. Auf diese Weise variieren die Rechtsschutzversicherung Kosten.

Manche Versicherer übernehmen auch die Kosten für eine Mediation. Diese Variante ist in der Regel deutlich preisgünstiger, als ein Gerichtsverfahren. Eine Rechtsschutzversicherung bietet im im Grunde genommen einen umfassenden Schutz. Allerdings gibt es einige Ausnahmen, bei denen die Kosten nicht übernommen werden. Das sind beispielsweise Baustreitigkeiten oder Scheidungen. Selbst beim Erbrecht sind die Leistungen der Versicherung sehr reduziert.

Normalerweise wird im Vertrag eine Wartezeit vereinbart, bevor der Rechtsschutz wirksam wird. Diese beträgt in der Regel mindestens drei Monate. Wenn während der Wartezeit ein Prozess oder Anwaltskosten auftreten, dann zahlt die Versicherung diese nicht. Selbstredend ist, dass eine solche Versicherung nicht rückwirkend abgeschlossen werden kann. Doch mittlerweile gibt es einige Versicherungsunternehmen, die eine Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit anbieten. Dabei sollten einige wichtige Einzelheiten beachtet werden und dem sofortigen Inkrafttreten steht dann nichts mehr im Wege.

Wartezeiten können umgangen werden. Gerade wenn das Versicherungsunternehmen gewechselt wird, kann die Wartezeit bei Privatrechtsschutz, Eigentums- und Mietrechtsschutz entfallen. Wird ein neuer Vertrag abgeschlossen, so wird dieser nahtlos an den bestehenden alten Vertrag angesetzt. Und der Versicherte benötigt dann keine Wartezeit mehr. Wer nach einer Rechtsschutzversicherung mit kurzer oder gar keiner Wartezeit interessiert ist, sollte in jedem Fall vor Abschluss einen sorgfältigen Vergleich durchführen. Und wenn es keine schadenfreie Vorversicherung gibt, dann sollte einem Versicherungsunternehmen mit möglichst kurzer Wartezeiten der Vorzug gegeben werden. Hierbei kann sich die Suche nach einem entsprechenden Versicherungsunternehmen durchaus lohnen.